von Egbert
•
20. Dezember 2025
โ๏ธ๐ซ Ein früher Start, viel Verantwortung & ein stiller Abschied vom Sanctuary für dieses Jahr ๐ซโ๏ธ ๐
Ein Morgen mit Nebel, Frost & Fokus Da ich heute früh im Sanctuary sein musste, weil Teo gegen 10 Uhr los wollte, begann mein Tag früher als sonst. Ich bin zeitig in meine morgendliche Routine gegangen: Katzen füttern, Katzentoilette sauber machen und für mich ein kleines Frühstück. Gegen 9 Uhr kam Heiko vorbei und brachte mir die Einkäufe – hauptsächlich Hundefutter und zusätzliches Futter für Saphira. ๐ Früh oben & ein seltener Vorteil Ich machte den Food Supply heute mit dem Duster und war schon gegen 9:30 Uhr oben auf dem Sanctuary. Es hatte in der Nacht Minusgrade gegeben, und am Morgen lag dichter Nebel über allem – ich denke, das sieht man auch gut auf den Bildern. Der Frost hatte einen entscheidenden Vorteil: Der Boden war noch fest. Ich konnte das komplette Sanctuary mit dem Duster befahren. Später, als es wärmer wurde, verwandelte sich alles wieder in Matsch. Wäre ich später angekommen, hätte ich alles mit der Schubkarre machen müssen. Heute hatte ich Glück. ๐ Food Supply & Übergabe der Verantwortung Nachdem der Food Supply erledigt war, hatte Teo bereits alles so vorbereitet, dass sie mir anschließend noch einmal das gesamte System erklärte: Generator, Solarbetrieb, Brunnenpumpe, Umschalten zwischen den einzelnen Tränken. Es ist ein eingespieltes System, aber eines, das man wirklich erst verinnerlichen muss. ๐ง Allein mit dem System – und stolz darauf Mein erster Tag allein – von 10 bis 17 Uhr – mit allen Tieren, dem Wasser und den Abläufen. Am Ende war ich ehrlich stolz, das gemeistert zu haben. Ich habe mir erlaubt, meinen Telefon- und Telegram-Joker zu ziehen und mich zwischendurch mit Teo und Heiko abzustimmen. Das Prinzip ist eigentlich klar, wenn man es einmal erlebt hat: Der große Tank wird über den Brunnen mit rund 1000 Litern gefüllt. Dieses Wasser verteilt man dann nacheinander an die verschiedenen Tränken. Heute war zuerst Hakon, dann das Fass bei Yvette, dann eine Pause. Man wartet jeweils 45 bis 60 Minuten, bis wieder genügend Wasser oben ist – dann geht es weiter. Als Hakon und Yvette versorgt waren, folgten Surprise, das Eselgehege und Tuono. ๐คฏ Ein klassischer Denkfehler – und die Lösung Ich hatte alles vorbereitet, Schläuche gelegt, Anschlüsse geprüft – aber beim Bereich um Tuono und Surprise kam kein Wasser an. Ich ging gedanklich alles durch, lief zurück zum Generator und suchte den Fehler. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich hatte schlicht vergessen, den Stromschalter für die Pumpe am Generator umzulegen. Kein Strom, kein Wasser. Fehler gefunden, Schalter umgelegt – und alles lief. ๐ฅ Jurte, Ofen & viele Dinge gleichzeitig Zwischen den Wasserzyklen habe ich immer wieder den Ofen in der Jurte befeuert, damit es Heiko, der mich später ablösen sollte, warm hat. Teo hatte mir erklärt, wie das geht. Trotzdem habe ich es anfangs kurz aus den Augen verloren – als ich zurückkam, war das Feuer aus. Ich habe es neu entfacht und danach durchgehend im Blick behalten. Es ist erstaunlich, wie viele Dinge gleichzeitig Aufmerksamkeit brauchen. โก๏ธ Stromkabel, Sträucher & Ruhe im Zaun Zwischendurch habe ich mir noch die Stromkabel bei den Hunden im Tunnel angeschaut. Ich hörte und sah kleine Kurzschlüsse – verursacht durch Sträucher, die den Draht berührten. Da es akustisch gut wahrnehmbar war, konnte ich die Stellen nacheinander finden. Kaum war eine behoben, meldete sich die nächste. Ich bin schließlich den gesamten Zaun abgegangen, habe alles freigeschnitten und gerichtet. Am Ende zeigte das Messgerät eine Stärke von 8 – genau so, wie es sein soll. ๐พ Abschiede – die sich nicht wie Abschiede anfühlten In all dem Trubel habe ich mich von vielen Hunden verabschiedet. Ich habe ihnen gesagt, dass ich in zwei Wochen wieder da bin – aber das war ihnen egal. Ich wurde fest in Beschlag genommen. Von Pablo und seinen Gehegekollegen, von Mr. Little, der mich am Ende gar nicht mehr gehen lassen wollte, von Tanzmaus, Horschti, Scanon, Ninni, Josy, Libby, und auch von der bekannten bellenden Nervensäge, deren Namen ich immer noch nicht weiß, von Wilma und ihren Schwestern, Linea, Collin, Hanka, Dobby, Giant, Rosy, Amber, Melli, Marlon, Marius, Marian, Franzl, Holly, Lazar, Kyra, Kendra, Saphira, Yvette – und natürlich auch von Kara und all den Hundedamen aus dem Tunnel, die mich umringt, festgehalten und nicht mehr losgelassen haben – sowie von all den anderen, deren Namen ich noch nicht kenne. ๐ Ablösung & ein warmes Willkommen Kurz vor 17 Uhr kam Heiko und löste mich ab. Ich brachte ihn kurz auf den aktuellen Stand, und er freute sich sichtbar, als ich ihm sagte, dass der Ofen bereits brannte und ich noch Holz nachgelegt hatte. Dann ging es für mich zurück zu Katja – sie brauchte den Duster. Auf dem Rückweg kam mir Paul, der Bauer, mit dem neuen Heu für die Pferde entgegen. ๐ก Ein Abend, der den Kreis schließt Katja brachte mich ins Apartment. Gegen 18:30 Uhr ließen wir den Abend im Casa Embacher in Fฤgฤraศ mit lieben Freunden ausklingen. Morgen geht es für mich zurück nach Deutschland – Weihnachten und Silvester mit meiner kleinen Schwester und meinem Schwager. Ich bin gespannt, wie sich Deutschland anfühlen wird, bevor es am 4.1. wieder zurückgeht. ๐ฒ Allein mit der Natur – und ganz bei mir Dieser Tag war tief beeindruckend. Ganz allein oben, mit den Tieren, der Verantwortung, dem Wasser, dem Blick in die Landschaft. Wenn keine Motorsäge lief und keine anderen künstlichen Geräusche zu hören waren, war da nur Natur, Tiere und Weite. Ein Erlebnis, das bleibt. โจ Manche Tage tragen alles in sich: Verantwortung, Stille, Nähe und Sinn. Und wenn man sie ganz für sich erlebt, merkt man, wie sehr sie einen verändern. Egbert ๐๐๐ #salohea #sanctuarylife #abschiedaufzeit #verantwortung #tierschutzalltag #rudelleben #wasseristleben #dankbarkeit #naturverbindet #rückblick #extrasicht